Zahlreiche Menschen leben heute ein nach außen angepasstes und vermeintlich glückliches Leben, sind aber tief im inneren nicht zufrieden damit, weil es nicht ihrem wahren Wesen entspricht. Es sind Blockaden, die uns daran hindern, weiterzukommen. Die größte Blockade liegt darin, dass die meisten Menschen nicht an sich selbst glauben. Es gibt natürlich gewisse Dinge, die wir nicht beeinflussen können. Aber im Großen und Ganzen ist das Leben das, was wir daraus machen. Es gibt sehr viele Glaubenssätze, mit denen wir uns selbst im Wege stehen. Wenn ich eine Veränderung möchte, ein neues Projekt starte muss ich, um erfolgreich zu sein, an mich glauben. Häufig hält uns schon die Angst vor der Umsetzung neuer Ideen ab, dass die anderen Sie vielleicht schlecht finden könnten. Und dann probieren wir sie gar nicht erst aus. Häufig sind die "Anderen" Bedenkenträger oder neidisch und versuchen deshalb nur das Risiko einer Idee aufzuzeigen.

 

Hier braucht man einen Gesprächspartner, der unvoreingenommen ist. Dafür stehen wir.

Veränderungen sind ein Konzept der Natur. Die Tatsache, dass ich Entscheidungen treffen kann, ist eine Riesen-Chance! Wenn es keine Veränderung gäbe, hätte ich keine Chance im Leben. Es gibt zwei völlig verschiedene Arten von Veränderungen gibt. Es gibt die Veränderung, die ich selbst anstoße, sowie die Veränderung, die andere verursachen und die ich dann ertragen muss. Das ist ein großer Unterschied. Ich muss mich entscheiden, ob ich Treiber meines Lebens oder Getriebener sein möchte.

 

panta rhei ("alles fließt", Heraklit, griechischen Philosoph)

Es gibt nur zwei Möglichkeiten bei Veränderungen – entweder wir gestalten oder wir ertragen sie. Es gibt keinen Mittelweg dazwischen. Wenn wir Veränderungen als Chance begreifen wollen, dann müssen wir das einfach akzeptieren. Wir müssen einfach akzeptieren, dass manche Dinge dem Ende zugehen und dann sagen: Es ist so, aber jetzt kann ich meinen weiteren Weg noch selbst bestimmen. Und nicht bis zur letzten Sekunde warten, bis ich keinen Handlungsspielraum mehr habe, bis nichts mehr geht und dann tun muss, was andere für mich bestimmen. Veränderung ist und wird passieren, sie steht nicht unter deiner Kontrolle. Veränderung ist für das normale und nicht die Ausnahme.

 

Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun, ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten.

 

Meist läuft die Veränderung in mehreren Schritten ab.

 

  1. Der Schritt ins Ungewisse: Wir müssen den Schritt ins Ungewisse wagen, denn Sicherheit ist eine trügerische Illusion. Sonst können wir uns nicht weiterentwickeln.
  2. Die Selbsterkenntnis: Hier geht es um zwei wichtige Grundsätze. Zum einen um das Bewusstsein, dass wir nicht aufgrund von Tatsachen entscheiden, sondern aufgrund dessen, was wir für Tatsachen halten. Zum anderen um das Prinzip der Shaolin „Alle Kraft kommt von innen“. Der erste Satz der vier Kraft-Prinzipien des Wing Tsung Kung Fu lautet: „Befreie dich von deiner eigenen Kraft“. Dahinter steckt die Erkenntnis, dass man sich letzten Endes nur selbst zerstören kann und nicht durch andere zerstört wird. So ist etwa eine Kränkung ein Kampf, den ich unter Anleitung des Gegners gegen mich selbst führe. Zur Selbsterkenntnis gehört es zu verstehen, dass die innere Kraft mir Veränderungen ermöglichen, aber auch meine Zweifel nähren kann. Selbsterkenntnis heißt darüber nachzudenken, welche meiner inneren Kräfte wirklich meine Veränderung blockieren und daran zu arbeiten. Und nicht immer zu sagen: „Die anderen sind schuld!“
  3. Die Selbstachtung: Das bedeutet, dass ich zu meinen eigenen Entscheidungen, zu meinem eigenen Wissen und zu meiner eigenen Veränderungsfähigkeit stehen muss. Dabei darf ich mich nicht von den negativen Meinungen anderer beeinflussen lassen. Wenn ich deren Zweifel übernehme und nicht an meine Ideen glaube, dann kann ich sie auch nicht realisieren. Das ist eine Sache, die viele Menschen nicht verstehen. Ich muss die Ratschläge anderer Menschen hinterfragen, warum mir der eine zu einer Veränderung rät, der andere davon abrät und wie subjektiv das sein kann. Durch die Selbstachtung entsteht auch Selbstvertrauen – die wichtigste Voraussetzung, dass ich etwas verändern kann.
  4. Die Zielfindung: Es ist oft zu beobachten, dass Menschen etwas anders machen wollen, aber sie wissen nicht wie. Sie wissen, dass sie unzufrieden mit einer Situation sind, es fehlt ihnen aber ein Ziel, das sie ansteuern können. Wenn wir unser Ziel nicht kennen, dann sind wir total anfällig für alles, was uns unterwegs begegnet, uns aber nicht weiter bringt. Dann laufen wir blind durch den Nebel und drehen uns im Kreis. Deswegen ist es so wichtig, zuallererst für mich selbst erst einmal ein Ziel zu definieren.
  5. Die Wegbestimmung: Mein Ziel zu kennen ist eine Sache. Die andere Sache ist zu wissen, wie ich dorthin komme. Ich muss also auch bei jeder Veränderung ganz genau den Weg zu meinem Veränderungsziel bestimmen. Nur so kommen auch Menschen auf mich zu, die mir dabei helfen können.
  6. Die Ermächtigung: Ein wichtiger Punkt im Veränderungsprozess ist unsere eigene Ermächtigung dazu. Viele von uns sind ja in dem Glauben aufgewachsen, dass uns stets irgendjemand anderes die Erlaubnis für eine Veränderung erteilen muss. Oder uns die Zustimmung dafür geben muss, dass das, was wir machen wollen, in Ordnung ist. Und dann gibt es andere Menschen, die brauchen das nicht, die machen einfach. Wenn wir Veränderungen nicht ertragen, sondern selbst gestalten wollen, dann müssen wir uns dazu natürlich auch selbst ermächtigen und uns immer wieder bewusst machen: Ich habe das gleiche Recht Veränderungen anzustoßen wie alle anderen – natürlich ohne jemandem damit zu schaden.
  7. Die Umsetzung: Veränderungen scheitern häufig an der Umsetzung. Wir kennen unser Ziel und den Weg dorthin, aber dann passiert nichts und wir kommen nicht ins Tun. Erst wenn ich den ersten Schritt gehe, werde ich sehen, ob die Veränderung auch so funktioniert, wie ich sie mir vorgestellt habe. Wir dürfen nicht nur träumen, sondern müssen unsere Ideen auch umsetzen.
  8. Die Nachhaltigkeit: Ich muss eine Veränderung so gestalten und durchführen, dass sie auch Bestand hat. Es besteht die Gefahr, dass wir sehr schnell wieder in unsere alten Verhaltensmuster und Gewohnheiten zurückfallen, weil diese uns einfach bequemer erscheinen. Nachhaltigkeit der Veränderung heißt den Schritt wirklich ganz zu tun und nicht nur halbherzig. Man kann sich nicht ein bisschen verändern. Wenn ich mit etwas unzufrieden bin, dann muss ich es ganz lassen.

 

Wie kann ich die Angst vor dem Scheitern in den Griff kriegen? Wenn ich eine Veränderung oder eine neue Idee umsetze, dann ist das immer ein Prozess, der ständig im Fluss ist. Veränderung ist nur aus dem Fluss heraus möglich. Ich kann nur dann etwas anpassen, wenn ich es mache und sehe was passiert. Meist geht es ja nicht um ein Scheitern in dem Sinne, dass ich mein Ziel komplett aufgeben muss, sondern wirklich nur darum, es anpassen zu können. Ich muss meine Idee ausprobieren und sehen, wie sie funktioniert. Und dann muss ich sie nachsteuern und anpassen. Wenn es wirklich gar nicht klappt, muss ich mir etwas anderes suchen. Nur so komme ich weiter. Wenn ich starr bin gegenüber Veränderungen, wird es gefährlich. Sie zu verändern hat nichts mit Scheitern zu tun, sondern mit der Möglichkeit, es im Fluss anpassen zu können. Und Sie können etwas, das fließt, viel leichter verändern, als etwas das steht. Man kann viel leichter ein Flussbett umlenken, als einen See versetzen.

 

Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.

 

Wir können als Außenstehende nicht alle Fragen beantworten, wir können jedoch als Sparringspartner für Diskussionen dienen und Lücken in Argumentationen aufzeigen. Dafür stehen wir.